Hilfe - Es sind zuviele! Wie ein Grossnotfall entsteht...

Ständig höre ich von Großnotfällen. Wohnungsräumung in Aachen - 300 Ratten! Wohnungsräumung in Bremen - 600 Ratten! Wohnungsräumung in Rothenburg - 500 Ratten!

Unwissende Leute fragen sich: Wie kann es so weit kommen? Dazu gehört leider nicht viel. Nur Ratten beiderlei Geschlechts und Unwissenheit ODER Dummheit...


Pfeil Der Anfang vom Ende

Alles beginnt mit einem Pärchen. Einem Weibchen und einem Männchen. Entweder setzen die Leute die beiden zusammen weil sie gerne "mal Nachwuchs haben möchten" ("Die sind so süß!" ) oder sie wissen gar nicht, dass sie Männchen und Weibchen haben. Dass passiert dann, wenn man Tiere in der Zoohandlung holt.


Pfeil Der weitere Verlauf

Kurz darauf (ca. 3 Wochen) ist der 1. Wurf da. Dabei kann es sich im Durchschnitt um 8 Babys (mindestens zwei, maximal zwanzig!!!) handeln.

Verbleibt das Männchen nach der Geburt der Kleinen im Gehege, wird das Weibchen sofort nachgedeckt. Wurf 2 erhält Einzug.

Natürlich sind die Jungtiere von Wurf 1 nach 4 Wochen geschlechtsreif und verpaaren sich mit Mutter und Schwestern. Wurf 2 und Wurf 3 erhalten Einzug.

Damit ist man dann bereits bei etwa 32 Jungtieren und 2 Elterntieren. Doch wenn man auch dann nicht nach Geschlechtern trennt, geht es natürlich weiter und so hat man in nur 3 Monaten die Bude voll mit etwa 100 - 150 Tieren.

Und dann hat man einen Großnotfall!

Ich unterstelle niemandem, dass er das mit Absicht macht. Aber wenn man merkt, dass man die Vermehrung nicht mehr unter Kontrolle hat, sollte man sich einfach alle Tier einpacken und zum Tierarzt fahren. Der trennt sie nach Geschlechtern. Mit den Babys, die dann nochmal nachkommen, muss man mit 4 Wochen dann auch nochmal zum Tierarzt, um sie trennen zu lassen.

Dann bekommt man die Sache wieder unter Kontrolle.
Auch kann man sich jederzeit Hilfe holen. Zum Beispiel beim örtlichen Tierschutzverein oder im Internet.

Natürlich wird man nirgends mit offenen Armen empfangen und man muss sich ganz sicher Dinge anhören, die man nicht hören will - aber dafür hat die Sache endlich ein Ende!


Pfeil Vorbeugung

Um solchen Großnotfällen - und auch kleinen Notfällen - vorzubeugen, sollte man niemals Männchen und Weibchen zusammen setzen.

Wenn man sie bereits zusammen hat (aus welchen Gründen auch immer) muss das Männchen sofort aus dem Gehege genommen werden. Denn das Weibchen ist sofort (wenige Minuten) nach der Geburt wieder paarungsbereit.

Hat man Tiere mangels besseren Wissens in der Zoohandlung gekauft und es besteht auch nur der Ansatz einer Unsicherheit des Geschlechtes wegen: Ab zum Tierarzt und gucken lassen!

Besser noch: Gar keine Tiere in Zoohandlungen kaufen. Dann kann das schon mal nicht passieren.

Am Besten, man beginnt mit einer gleichgeschlechtlichen Gruppe. Nachwuchs haben zu wollen, weil man ihn "so süß findet", ist kein Grund. Es gibt 1000de von Notfällen, die ein Zuhause suchen - auch schwangere Weibchen.

Wenn man dann unbedingt Babys im Haus möchte, kann man sich ja an Notfallvermittler und Notfallstellen wenden, ob die einem ein schwangeres Weibchen zur Pflege geben können. Die meisten sind sehr dankbar für Pflegestellen.


Pfeil Adressen / Anlaufstellen:

Verein der Rattenliebhaber und -halter in Deutschland e. V.

Rattenforum.de

Deutscher Tierschutzbund e. V.

Auch ich helfe natürlich gern weiter. Sei es mit Taten, Ratschlägen oder Adressen. Schreibt mich in dem Falle bitte an.


Pfeil Aufklärungsarbeit leisten!

Wenn man selbst helfen möchte, dass solche Großnotfälle deutlich weniger werden, sollte man Aufklärungsarbeit leisten. Jedem, dem man kennt von Zoohandlungskäufen abraten und Pro-Notfellchen-Propaganda leisten. Adressen herausgeben und vor allem eins: Dazu raten, sich erst zu informieren und dann die Tiere anzuschaffen - nicht umgekehrt.

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